Wilhelm-Hack-Museum

Knapp 10.000 Werke umfasst die Sammlung des Wilhelm-Hack-Museums (WHM), für die der Kaufmann Wilhelm Hack einen wichtigen Grundstock legte, als er Ludwigshafen 1973 Teile seiner Sammlung moderner und mittelalterlicher Kunst vermachte. Neben dem Expressionismus liegt ein Schwerpunkt der Sammlung auf der Abstraktion im 20. Jahrhundert mit Werken von Malewitsch, Mondrian, Kandinsky bis hin zu Max Bill und Jackson Pollock. In jährlich wechselnden Präsentationen, den sogenannten „hackordnungen“, können die Kunstwerke immer wieder neu entdeckt werden. Darüber hinaus widmen sich Sonder- und Einzelausstellungen bestimmten Themen und zeit­genössischen künstlerischen Positionen.
Die aktuelle Sammlungspräsentation hackordnung #4 – hier, dort & anderswo beschäftigt sich mit unserem Standort in der Welt. Wo befinden wir uns eigentlich, wenn wir hier, zu Hause, auf der Straße, in den Bergen, in einem weit entfernten Land oder gar im All sind? Angefangen beim geografischen Standort des WHM bis zu den Weiten des Kosmos erforschen sieben Ausstellungsräume die kleinen und großen Dimensionen, die unser Verhältnis zur Welt und zum Universum annehmen kann.
Komplett verändert erleben die Besucher das Museum in der Ausstellung L/B – Struktur und Zufall. Das Schweizer Künstlerpaar Sabina Lang und Daniel Baumann fordert mit riesigen aufblasbaren Luftschläuchen, die sich an Boden, Wänden, Stufen und der Decke entlang schmiegen, niederfrequenten Schwingungen und großflächigen Wandmalereien alle Sinne heraus und verwandelt das Museum in ein spektakuläres begehbares Kraftwerk.
In der Medienkunst-Plattform dis>play zeigt die 1971 geborene Berliner Künstlerin Susanne Kutter die neun Minuten und 41 Sekunden lange Videoarbeit „Die Zuckerdose“, die ganz harmlos mit einer Nachmittagstee-Szene beginnt und mit einer völligen Raumauflösung endet.

hack-museumsgARTen –
Ein Garten für alle!

Das Urban Gardening-Projekt des Wilhelm-Hack-Museums startet in seine zweite Saison! Auf dem Hans-Klüber-Platz wird auch in diesem Jahr mit Jung und Alt wieder fröhlich gegärtnert und experimentiert. In flexiblen Kistenbeeten kann jeder, der mitmachen möchte, Obst und Gemüse anbauen, sich ein Kräutergärtchen anlegen oder Zierblumen anpflanzen. Über das Jahr hinweg wird das Projekt von einem vielfältigen kulturellen Programm begleitet.

Web: www.wilhelmhack.museum.de

Veranstaltungen:

  • Überraschungsprogramm im hack-museumsgARTen (ab 20 Uhr)
    Gemein­sames Gärtnern, botanische Führungen und vieles mehr (Hans-Klüber-Platz)
  • Signierstunde mit dem Künstlerpaar Sabina Lang und Daniel Baumann (20 Uhr)
    im Rahmen der Ausstellung „L/B – Struktur und Zufall“
  • Führungen (20:30 / 21:00 / 21:30 / 22:00 / 22:30 / 23:00 / 23:30)
    Kunst­historiker und -historikerinnen führen stündlich durch die aktuellen Ausstellungen „hackordnung #4 – hier, dort & anderswo“ und „L/B – Struktur und Zufall“
  • Kevin O’Day Ballett National­theater Mannheim: „Impromptu 28“ – „L/B – Struktur und Zufall“ (21 Uhr)
    2003 initiierte der Mannheimer Ballettchef die Reihe der Impromptus. Mit diesem Format hat sein Ensemble seitdem über 20 Mal Räume in- und außerhalb des Theaters erkundet. Zehn Jahre später können die Besucher Kevin O’Day zum ersten Mal selbst beim Improvisieren erleben – unterstützt von dem polnisch-kanadischen Tänzer und Choreografen Robert Glumbek. Ihr Auftritt im Rahmen der Ausstellung „L/B – Struktur und Zufall“ markiert den Auftakt für die Nationaltheater-Produktion „Die vier Jahreszeiten“, mit der die beiden Künstler ein sehr persönliches Stück erarbeiten.
  • Lesung mit Kilian Leypold (17 - 18 Uhr)
    Der bekannte Münchner Kinderbuch­autor liest für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren aus seinen Büchern „Der Tiger unter der Stadt“ und „Bulle und Pelle“.
  • Nils-Nager-Kreativwerkstatt (18 - 20 Uhr)
    „Ab ins Röhrenlabyrinth“
  • Wandelkonzert durch die Ausstellung „hackordnung #4 – hier, dort und anderswo“ (20 - 21 Uhr)
    Kammermusik mit Schülern und Dozenten der Musikschule Ludwigshafen
  • dman (stereo621/FOF/mannheim) (ab 22 Uhr)
    Die industriell anmutenden Röhren­systeme der Installation der Ausstellung „L/B – Struktur und Zufall“ bilden die einzigartige Kulisse zu Minimal Music und elektronischen Klängen zwischen Detroit und Düsseldorf. Das Café Rad ist während der Langen Nacht für die Besucherinnen und Besucher des Museums da und offeriert ihnen ein breites Angebot an Cocktails und Fingerfood.