Ochsenpferch-Bunker

Ochsenpferch-Bunker

Bedingt Barrierefrei

Fröhlichstr. 2c / Eingang A (Dammstr.)

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Seit dem Zweiten Weltkrieg prägt das massive Bauwerk aus Beton, Stahl und Eisen das Bild des Brückenkopfs in der westlichen Neckarstadt. Der Ochsenpferch-Bunker wurde in den Kriegsjahren gemeinsam mit über 50 weiteren Bunkern im Mannheimer Stadtgebiet errichtet und ist unter den Hochbunkern der größte. In ihm fanden während der Bombennächte bis zu 7500 Menschen Schutz. Heute beherbergt der Bunker Teile der Sammlung des Stadtarchivs Mannheim – Institut für Stadtgeschichte.
Zur Langen Nacht ist der Bau zur Besichtigung geöffnet. Dort präsentiert das Stadtarchiv eine Ausstellung zur Geschichte des Bunkerbaus in Mannheim. Historische Fotografien und Pläne zeigen nicht nur die wichtigsten Anlagen, sondern dokumentieren auch die Not und die verheerende Zerstörung während der Kriegsjahre. Die sehenswerte Schau verweist auch auf die Nutzung der Bauten nach dem Krieg. Der Ochsenpferch-Bunker zum Beispiel diente viele Jahre als Ersatz für zerstörten Wohnraum.
Das Stadtarchiv bewahrt die historische Erinnerung Mannheims. Es sammelt und erschließt schriftliche und bildliche Dokumente der Stadtgeschichte und versucht gleichzeitig, das stadthistorische Bewusstsein zu wecken und zu vermitteln. Große Teile der umfangreichen Sammlung sind digitalisiert und können über die Webseite des Instituts abgerufen werden.
In den Räumen des Bunkers wird in diesem Jahr zum ersten Mal auch die Kunstausstellung ERBLAST D mit Objekten zum Thema Holocaust gezeigt. Die in Mannheim geborene Künstlerin Uscha Rudek-Werlé hat Fundstücke gesammelt, bearbeitet und in einen neuen, noch nie gedachten Bedeutungszusammenhang gestellt. Mit ihren Arbeiten wirkt Uscha Rudek-Werlé dem Verdrängen, Totschweigen und Vergessen entgegen: Wer schaut, vergisst nicht.

Web: stadtarchiv.mannheim.de